Direkt zum Inhalt springen

100 Jahre Gemeinde- und Schulbibliothek Möriken-Wildegg

Im Jahr 1919 sprach die Gemeindeversammlung von Möriken-Wildegg Fr. 200.—, um die von Lehrer Karl Hartmann in einem „Kämmerchen“ des Schulhauses Möriken eingerichtete und betreute Schulbibliothek zu übernehmen. Diese Investition entsprach dem damaligen Wert von 1000 Kilogramm Kartoffeln! Fortan stand ein Bestand von 500 Büchern der gesamten Einwohnerschaft der Gemeinde zur Verfügung. Mittlerweile stehen 14‘500 Medien in den Gestellen der Bibliothek und zusätzlich können 10‘500 Medien digital gelesen, gehört oder gesehen werden.
 
Im 2019 begeht die Bibliothek dieses 100-Jahr-Jubiläum mit verschiedenen Anlässen das ganze Jahr hindurch. Ehemalige Bibliothekarinnen sowie Vertreter von Behörden und umliegenden Bibliotheken waren geladen, mit dem Bibliotheks-Team die Wissens- und Lerninstitution am 23. Mai zu feiern.
 
Markus Eichenberger, Vizeammann, lobte die vielfältige Arbeit der Bibliothekarinnen, die innovative Ideen und interessante Projekte umsetzen und unterstrich die Wertschätzung, die die Bibliothek in den Gemeinden Möriken-Wildegg, Brunegg und Holderbank geniesst.


 
Als Urmodell der Sharing Economy bezeichnete die Staatsarchivarin Andrea Voellmin in ihrer Ansprache die Bibliotheken. «Die Bibliothekarinnen haben die Aufgabe, Kompetenzen im Umgang mit dem Rohstoff ‹Wissen› zu entwickeln und ihre Medienkompetenz an die Benutzer weiterzugeben.»
 
Ebenfalls wurde die Ausstellung „drug free land“ des Möriker Fotografen Thomas Kern eröffnet. Die Bilder in Schwarz-Weiss zeigen vor allem pointierte Aufnahmen des ländlichen Amerika, wohin sich oft nicht einmal Amerikaner selbst verirren.